Der Einsatz von Handwerk in der Praxis

Welche Menschen nutzen bei uns den handwerklichen Bereich und warum?

Der Einsatz von Handwerk ist innerhalb der Ergotherapie breit gefächert. Es werden gezielte Techniken verwendet, die auf den Klienten und seine Bedürfnisse bzw. seinen Behandlungsauftrag abgestimmt sind.

Dieses Angebot nutzen beispielsweise Menschen mit:

  • Schlaganfall (z.B. zur Verbesserung der Grob-/ Feinmotorik, aber auch zur Verbesserung im neuropsychologischem Bereich wie z.B. Raumorientierung, Handlungsplanung, Konzentration)
  • Multiple Sklerose ( z.B. zur Tonusregulierung, Verbesserung/Erhalt der motorischen Fertigkeiten, Sensibilitätstraining)
  • Parkinson (z.B. zur Tonusregulierung, Verbesserung /Erhalt der motorischen Fertigkeiten, Sensibilitätstraining)
  • Demenz ( anknüpfen an frühere Tätigkeitsbereiche, Vermittlung von Erfolgserlebnissen, Ressourcen stärken)
  • Psychische Erkrankungen (z.B. Depression, Erfolgserlebnisse sichtbar machen, Strukturieren, Handlungsabläufe planen und durchführen)

Welche Techniken werden innerhalb des handwerklichen Angebots genutzt?

Die jeweilige Technik (Vorgehensweise/Werkzeuge/Materialien) ist auf den Klienten, seine Bedürfnisse und seine aktuellen Fähigkeiten abgestimmt, so dass er die Arbeitsabläufe so selbstständig wie möglich durchführen kann.

 

 

Mögliche Techniken

  • Holzarbeiten
  • Modellierarbeiten
  • Arbeiten mit Pappe und Papier
  • Flechten mit Peddigrohr
  • Handarbeiten
  • Filzen etc.

Welche Ziele werden mit handwerklich/kreativen Techniken verfolgt?

Die Handwerkstechniken werden gezielt eingesetzt. Durch den hohen Anforderungscharakter und die Erfolgserlebnisse können Motivation, Eigeninitiative und das Selbstwertgefühl gesteigert werden. Zugleich beinhalten Handwerkstechniken in der Planungs- und Durchführungsphase auch Anforderungen an kognitive Fähigkeiten.

Mögliche Zielsetzungen auf Funktionsebene sind u.a.:

  • Verbesserung der Konzentration
  • Verbesserung der Ausdauer
  • Verbesserung der Merkfähigkeit
  • Verbesserung des logischen Denkens
  • Verbesserung der Handlungsplanung
  • Verbesserung der Fein- und Grobmotorik
  • Verbesserung der Kraft
  • Verbesserung verschiedener Wahrnehmungsleistungen