Spiegeltherapie in der Praxis

Diese Therapieform wird angewendet bei Menschen mit:

  • Schlaganfall
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Phantomschmerzen
  • CRPS (M. Sudeck)
  • chronischen Schmerzen im Bereich der Arme/Beine
  • Schmerzen und Bewegungseinschränkungen durch Traumen/Frakturen
  • Nervenverletzungen
  • fokaler Handdystonie

Wie wirkt die Spiegeltherapie?

Es wird eine visuelle Stimulation genutzt, um bewegungseingeschränkte Extremitäten in ihrer Beweglichkeit zu verbessern.

Auf Höhe der Körpermitte des Klienten wird ein Spiegel aufgestellt, die bewegungseingeschränkte Extremität ist dabei verdeckt und die bewegliche Extremität für den Klienten sichtbar.

Bei Bewegungen der beweglichen Extremität kommt es zu einer optischen Illusion. Für den Klienten sieht es so aus, als ob er die bewegungseingeschränkte Extremität schmerzfrei mitbewegen.

 

Diese Illusion aktiviert spezifische Hirnareale, die einen positiven Einfluss auf die Rehabilitation haben.

Rothgangel, 2009

 

 

Nachweise der Wirksamkeit der Spiegeltherapie

  • 1999: Klienten mit Zustand nach Schlaganfall: Verbesserung der Symptomatiken im Gegensatz zu der Kontrollgruppe, die keine Spiegeltherapie erhielt (Altschuler, Wisdom, Stone, Foster, Galasko, Llewellyn und Ramachandran, 1999)
  • 2008: 27 Klienten mit Zustand nach Apoplex im Neurologischen Rehabilitationszentrum Godeshöhe. Es wurde bewiesen „dass Spiegeltherapie in der Frühphase nach Schlaganfall die Wahrnehmungsleistungen verbessert und die Ausbildung von Funktionsansätzen in einer vollständig gelähmten Hand unterstützt.“ (Neurologisches Rehabilitationszentrum Godeshöhe, 2008, S.2)
  • 2010: Klienten nach Schlaganfall. Nach der Spiegeltherapie zeigten 12 von 20 Klienten im MRT eine Reorganisation im primären motorischen Cortex. Bei der Kontrollgruppe ohne Spiegeltherapie waren es 9 von 20